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Jira und Cursor: Eine praktische Integration

Die Integration von Jira in Cursor ermöglicht einen strukturierten agilen Workflow von der Ideenerfassung bis zur Implementierung. Über einen MCP-Server und zwei spezielle Commands werden Aufgaben automatisiert spezifiziert und umgesetzt.

Die Verbindung von Jira mit Cursor über einen MCP-Server hat meinen Arbeitsalltag deutlich vereinfacht. Mit zwei einfachen Slash-Commands lässt sich der komplette agile Workflow automatisieren – und das erstaunlich gut.

Das Setup

Der Jira-Board-Aufbau ist bewusst minimal gehalten:

  • Needs Specification

  • Ready to Implement

  • Testing

  • Done

Vier Lanes, mehr nicht. Diese Einfachheit macht das System so effektiv.

Die technische Basis

Der MCP-Server fungiert als Schnittstelle zwischen Cursor und Jira. Er ermöglicht das Lesen und Schreiben von Tasks in beide Richtungen. Dazu kommen zwei Commands (oder Skills – die Terminologie ist hier etwas unklar):

  • `/jira-specify` für die Spezifikation

  • `/jira-implement` für die Umsetzung

Der Workflow in der Praxis

Schritt 1: Grobe Ideen Im Backlog sammeln sich zunächst grob formulierte Anforderungen wie "Wir brauchen hier einen Button für verschiedene Optimierungsoptionen". Diese wandern dann in die Lane "Needs Specification".

Besonders praktisch: Ich kann Tickets auch direkt in Cursor anlegen. Ein einfaches "Leg mal kurz dafür ein Ticket an" genügt – natürlich per Spracheingabe mit Wispr Flow – und Cursor erstellt das Ticket in Jira. Kein Kontextwechsel, kein Browser öffnen, einfach weitercoden.

Schritt 2: Automatische Spezifikation Mit `/jira-specify 9` (für Ticket #9) passiert Folgendes:

  • Cursor holt das Ticket aus Jira

  • Analysiert die Anforderungen

  • Greift auf den hinterlegten Projektkontext zu

  • Stellt 3-8 gezielte Rückfragen

Die Fragen sind kontextbezogen und sinnvoll, etwa:

  • Soll die Funktion auf allen Masken verfügbar sein?

  • Brauchen wir eine Abbrechen-Option?

  • Modal oder direkt in der Maske?

Nach Beantwortung schreibt Cursor die Spezifikation ins Ticket und verschiebt es nach "Ready to Implement".

Schritt 3: Implementation Ein `/jira-implement 9` genügt, und Cursor setzt die Spezifikation um.

Was das System besonders macht

Der entscheidende Punkt: Im Projektkontext sind alle Requirements hinterlegt. Cursor kennt also immer den kompletten Kontext der Anwendung. Das unterscheidet diese Lösung von simplen Automatisierungen.

Wichtig ist auch: Die Entscheidungen trifft weiterhin der Mensch. Cursor fragt nach, wenn etwas unklar ist. Es ist ein intelligenter Assistent, kein Autopilot.

Meine Einschätzung

Nach einigen Wochen Nutzung bin ich positiv überrascht. Die Integration spart Zeit bei Routine-Aufgaben und strukturiert den Entwicklungsprozess besser.

Natürlich gibt es Grenzen:

  • Komplexe Anforderungen brauchen weiterhin menschliche Expertise

  • Die Code-Qualität muss im Auge behalten werden

  • Bei technischen Problemen ist man auf sich gestellt

Trotzdem: Für den Alltag ist diese Integration ein echter Gewinn. Sie macht Entwickler nicht überflüssig, sondern produktiver. Statt sich mit Routine-Tasks aufzuhalten, kann man sich auf die wirklich interessanten Probleme konzentrieren.

Wer Jira nutzt und Zugang zu Cursor hat, sollte sich diese Integration definitiv ansehen. Es ist keine Revolution, aber eine sehr praktische Evolution des agilen Workflows.