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Der SmartEditor

Zwischen einer Idee und einem veröffentlichten Beitrag liegt meist ein halber Nachmittag Kleinarbeit: abtippen, formatieren, Bild suchen, posten, für LinkedIn aufbereiten. Der SmartEditor ist ein Werkzeug, das genau diesen Weg verkürzt – von der eingesprochenen Idee bis zum verteilten Beitrag.

Vom gesprochenen Gedanken zum fertigen Beitrag: Der SmartEditor

Es gibt eine Lücke, die jeder kennt, der regelmäßig Inhalte veröffentlicht. Die Idee ist da, oft sogar ziemlich gut. Sie ist in zwei Minuten erzählt. Aber zwischen dieser Idee und einem veröffentlichten Beitrag liegt ein halber Nachmittag: abtippen, in Form bringen, ein Bild suchen, die Vorschau prüfen, posten, und danach das Ganze nochmal für LinkedIn aufbereiten. Der kreative Teil ist klein. Der mechanische Teil frisst die Zeit.

An dieser Stelle habe ich angesetzt und über die letzten Wochen ein Werkzeug gebaut, das ich SmartEditor nenne. Angefangen hat es als etwas für mich selbst. Inzwischen ist daraus etwas geworden, das im Grunde jede Redaktion gebrauchen könnte. Deshalb beschreibe ich es hier einmal in Ruhe.

Der Ausgangspunkt

Mein Problem war nie das Schreiben an sich. Das Problem war die Reibung drumherum. Eine Idee verliert an Schwung, wenn zwischen Gedanke und Veröffentlichung zu viele Handgriffe liegen. Man verschiebt den Beitrag, dann kommt etwas dazwischen, und am Ende landet er nie. Nicht weil er schlecht war, sondern weil der Weg dahin zu umständlich ist.

Die naheliegende Idee war also, diesen Weg zu verkürzen. Nicht durch ein weiteres Tool, das einen Teilschritt abnimmt, sondern durch eine durchgehende Strecke von der gesprochenen Idee bis zum verteilten Beitrag.

Die Grundidee

Der Einstieg ist denkbar einfach: Ich spreche meine Idee ein. Die Aufnahme landet automatisch als Entwurf im System, und aus diesem Rohmaterial baut die KI einen ersten Artikel mit Titel, Anrisstext, Einleitung und Haupttext.

Wichtig war mir dabei eine Entscheidung, die leicht zu übersehen ist. Es gibt nicht den einen Knopf, der einen fertigen Klotz Text ausspuckt, den man danach ohnehin wieder umschreibt. Der Text entsteht Stück für Stück. Das Ergebnis liest sich am Ende nach einem Menschen, nicht nach einer Maschine, die ihr Soll erfüllt hat. Genau das ist der Unterschied zwischen einem Werkzeug, das man benutzt, und einem, das man nach drei Versuchen wieder zur Seite legt.

Bilder und Absätze schiebe ich per Maus an die richtige Stelle. Alles liegt an einem Ort. Kein Hin und Her zwischen fünf Programmen, kein Suchen in Zwischenständen. Diese eine Eigenschaft, alles an einem Ort zu haben, spart für sich genommen schon ordentlich Zeit.

Interessant wurde es aber erst durch drei Dinge, die zuletzt dazukamen.

Vorausplanen statt nachholen: Der Scheduler

Ein fertiger Text nützt wenig, wenn er dann doch wieder spontan und unregelmäßig rausgeht. Veröffentlichung lebt von Rhythmus, und Rhythmus entsteht nicht von allein.

Deshalb kann ich Beiträge jetzt vorausplanen und ihnen feste Termine geben. Das verschiebt die Frage von „wann komme ich endlich dazu“ hin zu etwas, das einfach läuft. Der Entwurf ist da, der Termin steht, der Rest passiert ruhig im Hintergrund. Das klingt unspektakulär, verändert aber spürbar, wie verlässlich überhaupt etwas erscheint.

LinkedIn gleich mitgedacht

Das Teilen war lange der lästigste Teil. Text rüberkopieren, ein passendes Bild suchen, alles erneut in Form bringen, posten. Schreiben und Verbreiten waren zwei getrennte Baustellen, und die zweite hat man gern aufgeschoben.

Inzwischen plane ich den passenden LinkedIn-Post direkt mit, samt richtigem Vorschaubild. Der Beitrag und seine Verbreitung entstehen im selben Zug. Das nimmt nicht nur Arbeit ab, es nimmt auch die kleine Hürde weg, an der so oft alles liegen bleibt.

Eine Tür für KI-Agenten

Der Teil, auf den ich am meisten stolz bin, ist zugleich der, der am wenigsten sichtbar ist. Über eine Schnittstelle namens MCP, vereinfacht gesagt eine Andockstelle für KI-Agenten, kann ein KI-Assistent den SmartEditor selbst bedienen. Entwürfe anlegen, recherchieren, Beiträge vorbereiten, ohne dass ein Mensch sich durch Menüs klickt.

Das verschiebt etwas Grundsätzliches an der Rolle des Werkzeugs. Bisher war es etwas, das ich benutze. Jetzt ist es auch etwas, das meine KI benutzen kann. Die Bedienoberfläche bleibt für mich da, aber sie ist nicht mehr der einzige Zugang.

Diese Unterscheidung wird mit der Zeit wichtiger. Je mehr Assistenten künftig im Arbeitsalltag mithelfen, desto mehr zahlt es sich aus, ein Werkzeug nicht nur für menschliche Hände zu bauen, sondern auch für maschinelle Zugriffe sauber zu öffnen. Ein System, das nur eine Klickoberfläche hat, lässt diese Möglichkeit ungenutzt. Eine offene Schnittstelle dagegen macht das Werkzeug anschlussfähig an eine Entwicklung, die ohnehin kommt.

Warum die Kette mehr ist als ihre Teile

Jeder dieser Bausteine klingt für sich genommen überschaubar. Ein Editor, eine Terminplanung, eine LinkedIn-Anbindung, eine Schnittstelle. Nichts davon ist allein bemerkenswert.

Der eigentliche Reiz liegt in der Verkettung. Idee einsprechen, die KI schreibt den Entwurf, ich setze einen Termin, der Beitrag erscheint auf Blog und LinkedIn. Und wenn ich will, steuert ein KI-Assistent das Ganze. Von der gesprochenen Idee bis zum verteilten Beitrag, fast ohne Klickarbeit. An keiner Stelle muss ich das Programm wechseln oder einen Zwischenstand exportieren und woanders wieder einlesen.

Diese Durchgängigkeit ist der Punkt. Eine Kette ohne Brüche fühlt sich anders an als fünf gute Einzelwerkzeuge. Die Reibung, die sonst zwischen den Schritten sitzt, verschwindet, und mit ihr verschwindet der Grund, Dinge aufzuschieben.

Was bleibt

Im Kern nimmt das Werkzeug einer Redaktion den mechanischen Teil ab und lässt den inhaltlichen, wo er hingehört, beim Menschen. Es wächst dabei mit, je mehr KI im Arbeitsalltag übernimmt, weil es von Anfang an dafür offen gebaut ist.

Mir ging es nie darum, etwas Großes zu konstruieren. Es ging darum, eine konkrete Reibung wegzunehmen, die ich selbst jeden Tag gespürt habe. Dass daraus etwas geworden ist, das auch für andere Teams taugt, war eine angenehme Nebenwirkung. Wer eine ähnliche Lücke kennt, kann sich gern melden.

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